Goldwährung: Die Rettung?

Was spricht für und was gegen eine Goldwährung?

Die Finanzmärkte haben ihre Instabilität bereits mehrfach bewiesen, so z.B. während und nach der Finanzkrise 2008 und auch durch die weiterhin nicht ausgestandene Eurokrise. Ein Indiz für diese Instabilität ist die weltweit stark steigende Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Haushalten. Dabei wächst die Verschuldung stärker als die Wirtschaftskraft, was berechtigte Zweifel an der Tragfähigkeit der Schuldenlast weckt. Neue Krisen scheinen vorprogrammiert.

Aber Vorsicht: Häufig werden daraus falsche Schlüsse gezogen. So glauben immer mehr Menschen, dass die Probleme durch ein neues Gold-Geld, einer Währung, die auf Gold basiert, gelöst werden könnten. Das stimmt aber nicht, wie Sie auf der nachfolgenden Infografik mit dem Titel "Goldwährung: Die Rettung?" sehen!

Goldwährung
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Goldwährung: Pro-Argumente

1. Die Notenbanken stehen in der Versuchung, mit Geldpolitik reale Probleme zu lösen. Das funktioniert nicht. Die Goldwährung würde dafür sorgen, dass die Probleme an der Wurzel gelöst werden oder gar nicht erst entstehen.

2. Mit einer Goldwährung müsste keiner mehr Angst vor einer Geldentwertung haben.

3. Die Goldwährung würde eine Verschuldung schwieriger machen.

Goldwährung: Contra-Argumente

1. Es gab zu allen Zeiten und in allen Wirtschaftssystemen immer Krisen. Wirtschaften ohne Krisen ist nicht denkbar. Eine Goldwährung würde Wirtschaftskrisen nicht verhindern.
So konnte auch die Golddeckung der Währungen in den 1920er Jahren die große Weltwirtschaftskrise nach 1929 ("Depression") nicht verhindern. Im Gegenteil: Nach Ansicht der meisten Experten hat die Golddeckung der Währungen die Lösung der Krise stark hinausgezögert.

2. Eine Goldwährung würde die Sparer begünstigen und die Schuldner benachteiligen. Gesamtwirtschaftlich gesehen ist das kein Vorteil.

3. Die Geldpolitik kann Krisen auslösen. Sie ist aber auch ein wichtiges Instrument, um Krisen zu bekämpfen. Mit einer Goldwährung hätten die Notenbanken keine Handlungsmöglichkeiten mehr.

4. Gold ist ein knappes Gut. Eine Goldwährung würde daher zu Deflation, d.h. zu sinkenden Preisen, führen. Und Deflation ist für eine Volkswirtschaft schlimmer als Inflation.

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