Immobilien-Crowdfunding
BrickVest: Über die Chancen und Risiken

Haben Sie schon mal den Begriff „Crowd-funding“ gehört? Das Thema „Crowd-funding“ oder „Schwarmfinanzierung“ ist nicht neu. Es bedeutet, dass eine Finan-zierung nicht über einen oder wenige Kapitalgeber gestemmt wird, sondern über eine Vielzahl von Personen, häufig auch Privatleute und Kleinanleger.
Die Immobilienplattform BrickVest
BrickVest heißt die Immobilienplattform, die der ehemalige Investmentbanker Thomas Schneider in diesem Jahr offiziell gestartet hat. Neben einigen Profis aus der Branche konnte er Global Founders Capital als Geldgeber gewinnen, die Investmentfirma von Rocket Internet. Rocket Internet wiederum wurde gegründet von den Samwer-Brüdern (Zalando).
Wie funktioniert BrickVest?
Anleger können sich ab einer Summe von 1.000 Euro an verschiedenen Projekten beteiligen und sollen die gleichen Konditionen erhalten, die sonst Profis mit Investitionen in Höhe von mehreren Mio. Euro vorbehalten sind. Geplant sind Objekte in Europa und Nordamerika, die zuvor von BrickVest geprüft wurden. Die Palette ist relativ breit: Es werden sowohl Entwicklungsprojekte angeboten, bei denen in den ersten Jahren keine Rückflüsse zu erwarten sind und die generell als riskanter gelten, als auch Immobilien mit laufenden Einnahmen.
BrickVest-Crowdfunding: Die Chancen im Überblick
Mit 1.000 oder 2.000 Euro können Sie keine Immobilie kaufen. Je mehr Kapital zur Verfügung steht, desto besser die Deals. Der Grundgedanke von BrickVest ist demnach absolut richtig, die Idee interessant.
BrickVest-Crowdfunding: Die Nachteile im Überblick
BrickVest ist noch sehr jung, es liegen keine Erfahrungswerte vor. Anleger müssen sich auf das Gespür von Schneider und seinem Team verlassen, sie haben keinen Einfluss auf die Objektauswahl. Wichtig natürlich die Kosten: BrickVest erhält 10% vom späteren Verkaufserlös, jährlich fallen 0,75 bis 1% Management-Gebühr an. Das erscheint fair, schmälert aber die Rendite.
Böhms Praxistipp
BrickVest ist gerade erst an den Start gegangen, hat also noch keine Erfolgsbilanz vorzuweisen. Auch wenn die Idee reizvoll klingt und auf Anklang treffen wird, bleibt für den Anleger das Risiko einer Einzelinvestition.
Unter diesem Aspekt bietet der Kauf einer Immobilienaktie momentan eine bessere Kalkulationsbasis. Sie kennen dann das Portfolio, Sie kennen die Ertrags- und Kostenseite. Vor allen Dingen aber sind Mietausfälle oder plötzlicher Sanierungsbedarf in einem großen Bestand besser zu kompensieren. Unter dem Strich zählt nur eines: Die Rendite!

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