Industrie 4.0: Die nächste Revolution

Die Vernetzung der Produktion eröffnet völlig neue Perspektiven – gerade auch für Anleger!

Industrie 4.0

(Stefan Böhm) Schöne neue (Industrie-)Welt: Das Internet der Dinge ist in der Produktion angekommen. Dank der Vernetzung von Produktionskomponenten entstehen nicht nur neue Wertschöpfungsketten, sondern auch ein starker Anstieg der Produktivität, der es für viele Unternehmen interessant macht, die Produktion aus Asien wieder nach Europa zurückzuholen. Beispiel adidas: Die Schuhfabrik der Zukunft („Speedfactory“) wurde in Ansbach in Mittelfranken eröffnet und nicht in Asien. Mehr Infos finden Sie in meiner adidas-Analyse.

Die Wirtschaft hat schon viele große Innovationswellen durchlaufen, angefangen mit der Dampfmaschine, über die Elektrifizierung und die Fließbandarbeit bis hin zur Digitalisierung seit den 1970ern Jahren bis heute. Jede Epoche eröffnete für die Anleger neue und oftmals große Anlagechancen. Die Eisenbahn- und Ölaktien machten viele Investoren reich. Später waren es Aktien wie Apple, Microsoft und IBM, welche die Anleger elektrisierten und in jüngerer Vergangenheit Amazon und Google (Alphabet). Doch welche Aktien werden vom nächsten großen Zyklus profitieren?

Industrie 4.0: Neue Chancen für Anleger

Volkswirte und Analysten sind sich darüber einig, dass dies Aktien aus der Industrie 4.0 sein werden. Doch was genau versteht man darunter? Kurz gesagt geht es um die Vernetzung aller produktiven Einheiten, also Mensch, Maschinen und Produktkomponenten. Die Effizienz- und Produktivitätszuwächse ermöglichen komplexe Fertigungsprozesse, die in dieser Art bislang nicht möglich waren. Die Auswirkungen sind immens. Laut der Unternehmensberatung Roland Berger wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Länder durch Industrie 4.0 so stark ansteigen, dass die hohen Lohnkosten die bislang zu Abwanderungen ins billigere Ausland führten, künftig keine so große Rolle mehr spielen werden.

Damit dürfte klar sein: Langfristig bietet Industrie 4.0 Anlegern große Gelegenheiten, denn der Trend steht noch relativ am Anfang. Trotzdem gibt es ein veritables Problem: Welche der vielen Aktien, die in Frage kommen, ist die richtige für´s Depot? In meinem Premium-Magazin DaxVestor bin ich mit einem Indexzertifikat dieses Dilemma umgangen. Der eigens für diesen Zweck kreierte Index beinhaltet derzeit 19 Aktien, die einen großen Teil ihres Umsatzes im Industrie-4.0-Segment generieren. Er wird halbjährlich nach festgelegten quantitativen und qualitativen Auswahlkriterien neu zusammengesetzt.

Aus Deutschland sind Aktien wie Bertrandt, Dürr (siehe Chart unten), Infineon, Kion, Krones oder SAP enthalten, weitere Top-Unternehmen aus den USA, Frankreich, Japan und der Schweiz komplettieren das Portfolio. Interessant ist, dass alle Aktien mit rund fünf Prozent ungefähr gleich stark im Index gewichtet sind. Ein kleineres Unternehmen wie Bertrandt hat also das gleiche Gewicht wie ein Großkonzern wie SAP.

Chart & Info
Dürr-Aktie
  • Aktueller Kurs
    91,24 EUR
  • Kommentar
    Die Dürr-Aktie ist einer der Profiteure der Industrie 4.0-Revolution. Der Anlagenbauer Dürr stellt Lackier- und Montageanlagen her, die vernetzt sind und in Echtzeit Daten übermitteln.
  • Meine Einschätzung
    kurzfristig auf langfristig auf

Fazit

sprechblase Kurz und kompakt

Industrie 4.0 erstreckt sich inzwischen auf viele Bereiche: Automatisierung, Robotik, Sensorik, Software- und Datendienstleistung, Maschinen- und Anlagebau. Für Anleger eröffnen sich in diesen Bereichen große Chancen. Eine Investition in eine Einzelaktie ist jedoch immer mit einem erhöhten Risiko verbunden, der Kauf eines ganzen Portfolios von Industrie 4.0-Aktien ist daher vorzuziehen. wenn man ein ausgewogenes längerfristiges Investment in der Branche verwirklichen möchte.

Stefan Böhm
Wenig Zeit?
Wertpapier: Industrie 4.0
Themen: Industrie 4.0, Vernetzung, Smart Factory, Produktion, Logistik, Wachstum, Effizienz
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